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RKW-Architektur + legt Konzept für 5.000 Neubauwohnungen in der City vor

2. Juni 2020

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe könnte das Konzept vom RKW „design.lab“ schlagen: zum einen hätten die 17.000 Athleten der Olympischen Sommerspiele 2032 – sofern Rhein-Ruhr Austragungsort wird – eine Unterkunft in Düsseldorf, zum anderen wäre die Stadt um 5.000 Neubauwohnungen in der City reicher. Und das alles ohne Suburbanisierung und nur mit Verdichtung durch Überbauung der Nord-Süd-Bahntrasse – eigentlich ein Traum für Stadtplaner in Deutschland. Lesen Sie mehr über den Plan der „jungen Wilden“, wie das design.lab auch genannt wird.

2019 gegründet, beschäftigt sich das design.lab des renommierten Architekturbüros RKW Architektur + mit gesellschaftspolitischen und architektonischen Fragen unserer Zeit. Dabei geht es vor allem um Themen der zukünftigen Stadtentwicklung in Düsseldorf. Jetzt kann ein Konzept der Architekten auch dazu dienen, Platz für die Sportler der Olympischen Spiele 2032 zu schaffen – wenn es denn klappt mit der Bewerbung.

Die Rhein-Ruhr Region hat sich als möglicher Austragungsort der Olympischen Spiele 2032 ins Spiel gebracht und konnte im Februar 2020 einen Vorentscheid des Deutschen Olympischen Sportbundes für sich verbuchen. Treibende Kraft hinter der Bewerbung ist die privatwirtschaftlich organisierte Rhein Ruhr City 2032-Initiative. Demnach könnten sich 14 Städte in der Rhein-Ruhr-Region als Areal zur Austragung der Olympischen und Paraolympischen Spiele 2032 zusammenfinden. Konkret geht es um Aachen, Bochum, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Oberhausen und Recklinghausen. Was die Arenen betrifft, setzt man vorwiegend auf die Nutzung bereits vorhandener Sportflächen. Die Region hofft, dass mit der möglichen Aufwertung der Städte auch ein entsprechender Ausbau der Infrastruktur einhergeht.

Neues Stadtbild in der Düsseldorfer City

Mit dem gewonnenen Vorentscheid Anfang des Jahres schlug NRW sogar die Hauptstadt aus dem Rennen. Im Anschluss an den Erfolg des Vorentscheids entstanden viele Fragen in der Region, zum Beispiel: „Wo könnten die rund 17.000 Athletinnen und Athleten der Spiele wohnen“. Aufgrund der guten Infrastruktur und der zentralen Erreichbarkeit lautete die Antwort schnell: „In Düsseldorf“.

Visu der grünen Wohnbrücke. Bild: design.lab/formtool

Genauer: in der Innenstadt. Das neue Stadtquartier, welches das design.lab im Kopf hat, würde möglich durch eine Überbauung der Nord-Süd-Bahntrasse mit einer grünen Wohnbrücke. Durch die neu geschaffenen „grünen Bänder“ in Ost-West-Richtung könnte eine Durchwegung bzw. Erschließung zwischen dem Rheinufer und den Stadtteilen Derendorf, Flingern und Pempelfort ermöglicht werden. Laut Plan von RKW Architektur + könnte die Toulouser Allee an Übergängen wie der Franklinbrücke oder dem Wehrhahn mit einem „grünen Band“ überdacht werden. Aktuell wirkt das Areal großstädtisch uncharmant, ginge der Plan der Vordenker vom design.lab allerdings auf, entstünde dort eine „grüne Oase“ mit bis zu 5.000 Neubauwohnungen. Diese wären in jedem Fall sinnvoll, selbst wenn die Entscheidung für Olympia 2032 nicht auf die Rhein-Ruhr-Region fallen würde.

Düsseldorfer Bauträger sind begeistert

Prominente Unterstützer aus der Immobilienbranche haben die „jungen Wilden“ von RKW Architektur + bereits gefunden. Anlässlich des Neujahrsempfangs der Branche in diesem Jahr stellte sich Marcel Abel, Leiter von JLL Düsseldorf, als einer der ersten hinter das Konzept. Mittlerweile sind zahlreiche Bauträger und Projektentwickler in Düsseldorf begeistert von der Idee und RKW hat bereits einige Anfragen von Investoren erhalten, die Interesse daran haben, das Projekt zu stemmen und so auf außergewöhnliche Weise neuen Wohnraum in der Düsseldorfer City zu schaffen.

Blick auf die Gegend rund um die Toulouser Allee. Bild: PANDION

Dabei gibt es an der Toulouser Allee bereits einige prominente Neubauprojekte. Zum Beispiel den Wohnturm PANDION LE Grand (abverkauft) und „Le Quartier Central“, ein Stadtquartier, das als eines der ersten überhaupt in Deutschland das Nachhaltigkeitszertifikat in Gold erhielt.

Zentrale Achse Toulouser Allee

Die Toulouser Allee auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Derendorf schafft es mit neuen Konzepten an ihrem Rand und darüber hinaus immer wieder in die regionalen Schlagzeilen. Zuletzt im Sommer 2019, als es darum ging, die Allee an ihrem südlichen Ende zu verlängern. Die Verlängerung würde einen Kreuzungsbereich an der Ecke Adlerstraße/Schirmerstraße/Worringer Straße/ Am Wehrhan entlasten. Dieses Projekt ist noch nicht in trockenen Tüchern, wenngleich näher am Zeitpunkt einer Realisierung als die überdachte Bahntrasse. Zunächst geht es RKW Architektur + ohnehin darum, Anstöße für das Düsseldorf von morgen zu liefern. Konzepte wie dieses fordern auf, einen Schritt weiter zu gehen und Stadt neu zu denken. Dass sich bereits so viele Bauträger und Entwickler für Visionen dieser Art interessieren, lässt vermuten, dass das städtebauliche Konzept für Düsseldorf modern und prägnant bleibt.

Neubauprojekt „Am Deich“ in Niederkassel. Bild: PRIMAG Immobiliengesellschaft mbH

Die Rheinstadt bietet eine Anzahl attraktiver Wohnstandorte, einer davon ist Niederkassel. Hier entstehen 6 elegante Eigentumswohnungen im Neubauprojekt „Am Deich“. Läuft alles glatt, können die ersten Bewohner bereits Ende 2020 einziehen. Lesen Sie mehr zu diesem Bauvorhaben.

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Titelbild (pixabay)