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Vorab-Bericht: „Benrather Gärten“ – das ist im neuen Düsseldorfer Quartier geplant

18. Juli 2019

In Düsseldorf-Benrath ist das 15-Hektar-Areal des ehemaligen Outokumpu-Kaltwalzwerks für einen annähernd dreistelligen Millionen-Betrag verkauft worden. Mit dem neuen Stadtquartier entsteht neben Wohn- und Gewerbeflächen ein neuer Quartiersmittelpunkt mit einer Wasserfläche. Ein Vorab-Bericht von neubau kompass Düsseldorf über das, was bislang zu den „Benrather Gärten“ bekannt ist:

Die Jones Lang LaSalle SE (JLL) teilt in einer Pressemitteilung vom 8. Mai 2019 mit, dass das Immobilienunternehmen im Rahmen eines Alleinverkaufsauftrages den Verkäufer, das Edelstahlunternehmen Outokumpu, für die Grundstückstransaktion beraten hat und das Areal in Düsseldorf an den neuen Besitzer vermittelt hat. Die Käufer sind nach JLL-Angaben Tochtergesellschaften des Projektentwicklers der CG Gruppe AG. Auf dem 150.000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Outokumpu-Kaltwalzwerks plant die CG Gruppe AG einen Wohn- und Gewerbeimmobilienkomplex: die „Benrather Gärten“. Ein Blick auf den Lageplan:

Lageplan für die „Benrather Gärten“ in Düsseldorf (Bild: Landeshauptstadt Düsseldorf).

Der Verkäufer des Areals in Düsseldorf-Benrath in der Hildener Straße 80 ist das Edelstahlunternehmen Outokumpu mit Hauptsitz in Helsinki, Finnland. Auf der internationalen Presse-Seite des Unternehmens verbirgt sich zwischen Personal- und Finanzmeldungen eine bemerkenswerte Mitteilung: Outokumpu sells real estate in Germany for EUR 90 million. Gemeint ist der Verkaufspreis für das Outokumpu-Areal in Benrath von 90 Millionen Euro, klärt die Mitteilung auf. Ende des 3. Quartals 2019 soll die Grundstücks-Transaktion abgeschlossen sein.

Nutzungsmix: Wohnraum und Gewerbeflächen

Die Landeshauptstadt Düsseldorf teilt mit, dass das Industrieareal südlich der Hildener Straße seit 2016 stillgelegt ist. Für die Neugestaltung des 15-Hektar-Areals und des Umfeldes startete daraufhin 2017 ein zweiphasiger städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb von Architektur- und Stadtplanungsbüros sowie Landschaftsarchitekten.

Als Vorgabe für den Wettbewerb wurde ein Nutzungsmix aus Wohnhäusern, gewerblicher Nutzung und sozialer Infrastruktur, zum Beispiel einer Kindertagesstätte, an die teilnehmenden Architekturbüros kommuniziert. Darüber hinaus sollte der Grünzug entlang des Stadtteils Itter und die Fuß- und Radwege zum Düsseldorfer Stadtwald und Hildener Stadtwald gestärkt werden. Das zukünftige gemischt genutzte Quartier „Benrather Gärten“ soll zudem an das Stadtteilzentrum Benrath angebunden werden. Auch die angrenzenden Areale sind einbezogen: denn das Plangebiet umfasst 21,80 Hektar. Zum Vergleich: das ehemalige Outokumpu-Kaltwalzwerk ist 15 Hektar groß. Auf den übrigen fast sieben Hektar will die Landeshauptstadt Düsseldorf Erweiterungsflächen für die Betriebe im Umfeld von Benrath schaffen.

Benrath ist der neunte Düsseldorfer Stadtbezirk. Bekannt in dem Bezirk: Schloss und Park Benrath.

Blick auf das Schloss und Park Benrath in Düsseldorf (Bild: Pixabay).

Wasserfläche in der Quartiersmitte

Die Jury des Architektur-Wettbewerbs für die „Benrather Gärten“ entschied sich im März 2018 einstimmig für den klar geometrisch gegliederten Entwurf der Schellenberg + Bäumler Architekten GmbH aus Dresden in Zusammenarbeit mit der FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH aus Düsseldorf, der Raum für Wohnen und Gewerbe verbindet.

Der Gewinner-Entwurf sieht für das Areal eine stringente städtebauliche Struktur vor. Analog zu der Wasserachse von Schloss und Park Benrath (siehe obiges Bild) soll in den „Benrather Gärten“ eine Grün- und Wasserachse in der Quartiersmitte entstehen.

So soll die Quartiersmitte der „Benrather Gärten“ aussehen (Bild: Schellenberg + Bäumler).

Authentisch: alte Industrie-Anlagen im neuen Quartier

Die Düsseldorfer FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, die zu dem Siegerentwurf der „Benrather Gärten“ die Planung der Grünflächen beisteuerte, erläutert ihr mit dem 1. Preis ausgezeichnetes Konzept: Der neue Platz an der Schlossachse Hildener Straße schafft eine über die Grundstücksgrenzen hinaus eindrucksvolle Adresse und formuliert einen neuen Stadteingang. Durch ein intelligentes Regenwassermanagement soll die variierende Regenwasserfläche in der Quartiersmitte gespeist werden. Außerdem soll der Itterbach renaturiert werden.

Die Relikte des ehemaligen Outokumpu-Kaltwalzwerks – zum Beispiel der Schlingenturm, das Klärwerk mit einem Klärbecken und die Werksgasse – nimmt der Siegerentwurf auf und integriert diese alten Industrie-Anlagen in das neue Quartier. Zusammen mit der Wasserachse in der neuen Mitte sollen sie als Identifikationsorte dienen, die authentische Geschichten zum Ort und seiner Vergangenheit erzählen.

Der Siegerentwurf ist die Basis für ein Bebauungsplanverfahren, das für das neue Düsseldorfer Wohn- und Gewerbequartier „Benrather Gärten“ durchgeführt werden soll. Nach Angaben der Landeshauptstadt Düsseldorf ist für das Bebauungsplanverfahren mit einer Dauer von etwa eineinhalb bis zwei Jahren zu rechnen.

Voraussichtlich ab 2020 ist mit dem Beginn des Neubau-Quartiers in Benrath zu rechnen: vom verlassenen Outokumpu-Areal zum Nutzungsmix aus Wohnen und Gewerbe in den „Benrather Gärten“. Nach der Fertigstellung dürften besonders im Sommer die Grünflächen rund um die Wasserfläche im Quartierszentrum eine anziehende Anlage darstellen.

Von Benrath nach Düsseldorf-Grafenberg: hier vermarktet die Grafental GmbH & Co. KG mit „Grafental 8. BA“ neue 2- bis 4-Zimmer-Eigentumswohnungen.

96 Neubau-Eigentumswohnungen in Düsseldorf-Grafenberg: „Grafental 8. BA“ (Bild: Grafental GmbH & Co. KG).

Weitere Neubau-Vorhaben in Düsseldorf finden Sie auf dem neubau kompass.

Unser Titelbild (Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf) zeigt den Siegerentwurf des Planverfahrens „Südlich Hildener Straße“ der Schellenberg + Bäumler Architekten GmbH (Dresden) mit FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH (Düsseldorf) für die „Benrather Gärten“.