Ansicht auf den Medienhafen Düsseldorf

Medienhafen Düsseldorf: Bürohaus „The Cradle“ in Holzhybridbauweise

Die INTERBODEN GmbH & Co. KG aus Ratingen baut im Medienhafen Düsseldorf in der Speditionsstraße 2 „The Cradle“: ein nachhaltiges Bürogebäude in Holzhybridbauweise. Das Bürohaus in markanter rautenförmiger Holzstruktur soll rund 5.200 Quadratmeter Nutzfläche umfassen. Während der Boden Teppiche aus Recyclingmaterial erhält, steht im Erdgeschoss neben 600 Quadratmetern für Gastronomie zudem ein „Mobilitäts-Hub“ für Elektro-Mobilität bereit. Zwei renommierte Auszeichnungen bereits vor dem Baubeginn 2019 – aktuell im Oktober auf der „Expo Real“ 2018 in München mit dem „Iconic Award“ der Kategorie „Innovative Architecture“ – unterstreichen die Bedeutung des Bauvorhabens in Holzhybridbauweise. Es könnte nach der anvisierten Fertigstellung 2021 Maßstäbe in Sachen Stadtentwicklung setzen, über Düsseldorf hinaus.

Wie sich ein Hybridbau definiert

Der Duden definiert „hybrid“ mit „aus Verschiedenartigem zusammengesetzt, von zweierlei Herkunft“. Ein Holzhybridbau verbindet demnach einen Bau aus Holz mit herkömmlichen Baumaterialien wie beispielsweise Beton.

Ein bekanntes Beispiel für einen Hybrid stellt ein Hybridfahrzeug dar, das sowohl einen klassischen Verbrennungsmotor als auch einen Elektromotor besitzt und das Beste aus zwei Antriebsformen verbindet. Im Fall von „The Cradle“ handelt es sich nicht nur um einen Holzhybridbau, auch Elektroautos sind in dem nachhaltigen Neubau-Konzept aufladbar.

Integrierter E-Mobilitäts-Hub

Denn neben der Gastronomiefläche befindet sich im Erdgeschoss ebenfalls ein „Mobilitäts-Hub“. Der englische Begriff „Hub“ lässt sich ins Deutsche mit „Drehscheibe, Knotenpunkt oder Zentrum“ übersetzen. Den Gebäudenutzern und den Quartiersanliegern von „The Cradle“ soll der „Mobilitäts-Hub“ ein primär auf Elektromobilität ausgerichtetes Mobilitätskonzept bieten, erklärt das Immobilienunternehmen INTERBODEN. Vorgesehen sind zum Beispiel über eine App buchbare Car- und Bikesharing-Angebote und die Möglichkeit in dem „Hub“ Elektro-Autos aufzuladen. Damit integriert der Holzhybridbau „The Cradle“ neben der nachhaltigen Bauweise auch die zukunftsorientierte Form der Elektro-Mobilität.

Das „Cradle-to-Cradle“-Prinzip

„The Cradle“ entsteht in Anlehnung an das „Cradle-to-Cradle“-Prinzip (dt. „von der Wiege bis zur Wiege“). Nach Angaben von INTERBODEN setzt das charakteristische Gebäude ein Zeichen nachhaltiger Stadtentwicklung. Das Prinzip „von der Wiege bis zur Wiege“ sieht vor, einzelne Bauelemente nach Gebrauch wiederzuverwerten. Durch das ressourcensparende Bauen nach dem „Cradle-to-Cradle“-Prinzip werden Produktionsprozesse optimiert, nicht recycelbare Materialien minimiert und der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß (CO2) reduziert. Zu dem „Cradle-to-Cradle“-Prinzip des Holzhybrid-Bürohauses zählen unter anderem die aus Recyclingmaterial gefertigten Teppichböden.

„The Cradle“ zweimal ausgezeichnet

Die nach INTERBODEN-Angaben erste recyclingfähige Büroimmobilie Nordrhein-Westfalens „The Cradle“ gewann jüngst den vom Rat für Formgebung verliehenen „Iconic Award“ 2018 in der Kategorie „Innovative Architecture“. Im Rahmen der Immobilienmesse „Expo Real“ im Oktober 2018 in München fand die Preisverleihung des „Iconic Awards“ – passend zum modernen „The Cradle“ in der Pinakothek der Moderne München – statt.

Die Preisübergabe am 8. Oktober 2018 in der Münchner Pinakothek der Moderne ist nicht der erste Preis für den Holzhybridbau: Während der Immobilienmesse „MIPIM“ im südfranzösischen Cannes erhielt „The Cradle“ ebenfalls dieses Jahr bereits den „MIPIM/The Architectural Review Future Project Award 2018“ in der Kategorie „Offices“. Der Preis wird an unvollendete Projekte vergeben.

Entwurf eines Düsseldorfer Architekturbüros

Der Entwurf für „The Cradle“ im Medienhafen Düsseldorf stammt von der HPP Architekten GmbH, ebenfalls aus Düsseldorf. Die 1933 gegründete Architektenpartnerschaft hat nach Unternehmensangaben 400 Mitarbeiter und neben dem Unternehmenssitz in Düsseldorf Firmenstandorte in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Im Ausland ist HPP Architekten an den Standorten Istanbul und Shanghai vertreten.

Rautenförmige Holzstruktur

Am Unternehmenssitz in Düsseldorf erläutert Gerhard G. Feldmeyer, geschäftsführender Gesellschafter der HPP Architekten GmbH, den Entwurf für „The Cradle“: Die exponierte Lage im Düsseldorfer Medienhafen verlange für den Neubau in der Speditionsstraße 2 eine besondere und innovative architektonische Antwort.

Das für das Gebäude charakteristische Fassadenbild der rautenförmigen Holzstruktur übernehme gleichermaßen Tragwerks- und Verschattungsfunktion und bilde sich je nach Himmelsrichtung in unterschiedlichen Tiefen aus.

Die Außenansicht von „The Cradle“ im Medienhafen Düsseldorf nach dem Entwurf der HPP Architekten GmbH aus Düsseldorf zeichnet sich durch die rautenförmige Holzstruktur aus (Bild: INTERBODEN GmbH & Co. KG/HPP Architekten GmbH).
Die Außenansicht von „The Cradle“ im Medienhafen Düsseldorf nach dem Entwurf der HPP Architekten GmbH aus Düsseldorf zeichnet sich durch die rautenförmige Holzstruktur aus (Bild: INTERBODEN GmbH & Co. KG/HPP Architekten GmbH).

HPP Architekten: Referenzen in Düsseldorf

Die Architekten von HPP sitzen in ihrem Büro circa vier Kilometer vom Düsseldorfer Medienhafen entfernt in der Kaiserstraße 5. Neben dem Firmensitz in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist das Architekturbüro in Düsseldorf auch durch namhafte Referenzen bekannt: zum Beispiel der Campus der Vodafone GmbH (Ferdinand-Braun-Platz 1) und die Zentrale der L’Oréal Deutschland GmbH (Johannstraße 1).

Vom Handelshafen zum Lifestyle-Viertel

Der ehemalige Rheinhafen und heutige Medienhafen Düsseldorf ist heute baulich so bunt durchmischt, da er keine Flächensanierung, sondern Grundstück für Grundstück eine an den künftigen Immobiliennutzer individuell angepasste Erneuerung erhielt. Damit passt „The Cradle“ mit seiner besonderen rautenförmigen Holzstruktur-Optik perfekt in den angesagten und architektonisch vielfältigen Hotspot im Medienhafen Düsseldorf.

Ebenfalls in Düsseldorfer Wasserlage vermarktet die FRANKONIA Eurobau Heimathafen GmbH das „Win Win – Wohnen im Medienhafen“: zwei 60 Meter hohe Wohntürme mit 48 Neubau-Eigentumswohnungen erstrecken sich über 19 Etagen.

Die zwei 60 Meter hohen Wohntürme des „Win Win – Wohnen im Medienhafen“ mit 48 Neubau-Eigentumswohnungen vermarktet die FRANKONIA Eurobau Heimathafen GmbH. (Bild: FRANKONIA Eurobau Heimathafen GmbH).
Die zwei 60 Meter hohen Wohntürme des „Win Win – Wohnen im Medienhafen“ mit 48 Neubau-Eigentumswohnungen vermarktet die FRANKONIA Eurobau Heimathafen GmbH. (Bild: FRANKONIA Eurobau Heimathafen GmbH).

Weitere Neubau-Vorhaben in Düsseldorf finden Sie auf dem neubau kompass.

Unser Titelbild (Quelle: Pixabay) zeigt die Ansicht auf den Medienhafen Düsseldorf.