Der Siegerentwurf, der mit der Platzgestaltung überzeugte, stammt von GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt (Kassel) mit Vössing Ingeneurgesellschaft mbH (Düsseldorf) und RKW Architektur + (Düsseldorf). Bild: GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt (Kassel) mit Vössing Ingeneurgesellschaft mbH (Düsseldorf) und RKW Architektur + (Düsseldorf).

Hauptbahnhof Düsseldorf: Landeshauptstadt plant Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes

Ein Bahnhof einer Landeshauptstadt ist nicht nur Start- und Zielpunkt vieler Pendler, Touristen und Geschäftsreisender, sondern vielmehr ein Aushängeschild weit über die Stadtgrenzen hinaus. Für die Neugestaltung des Bahnhof-Areals in Düsseldorf hat nun ein Wettbewerb die Siegerentwürfe auserkoren. Der Konrad-Adenauer-Platz am Hauptbahnhof in Düsseldorf soll an Strahlkraft gewinnen.

Mit der Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes vor dem Hauptbahnhof will die Stadt Düsseldorf den Umstieg für Straßenbahn- und Busnutzer sowie Mobilitätsangebote attraktiver machen. Kurzzeitparken und Taxinutzung wird ebenfalls neu organisiert, ist aus dem Rathaus zu erfahren. Gleichzeitig wird die Situation für Fußgänger und Radfahrer verbessert. Ein weiterer Baustein sei der Abriss des Saalbaus neben dem Bahnhofs-Empfangsgebäude. An seiner Stelle soll ein Hochhaus errichtet werden.

Jury kürt zwei 1. Preise

Bis Mitte 2018 lief das Wettbewerbsverfahren für die Umgestaltung des Bahnhofsumfelds. Eine Jury aus Freiraum-, Verkehrs- und Stadtplanern sowie Architekten und Kommunalpolitikern der Projektpartner Landeshauptstadt Düsseldorf und DB Station&Service AG wählten mit Bürgervertretern im April 2018 die Gewinner-Entwürfe aus 24 eingereichten Arbeiten. Die Jury vergab gleich zwei 1. Preise, da beide Arbeiten in der Gesamtbewertung sehr eng beieinander lagen.

Entwurf nimmt Ideen der Bürger auf

Der 1. Preis (siehe großes Titelbild oben) ging an den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt (Kassel, 2. Preis „Masterplan Jinghang Kaiserkanal“/China), Vössing Ingenieurgesellschaft mbH (Düsseldorf, technische Federführung „Bauüberwachung Stuttgart 21“ im Planfeststellungsabschnitt 1.3a) und RKW Architektur + (Düsseldorf, Wohnungsbauvorhaben „Malmedyer Straße“ und „Crescent Gardens“ in Düsseldorf). Das Konzept überzeugte insbesondere durch die Platzgestaltung. In der Pressemitteilung der Landeshauptstadt Düsseldorf wird die Wahl damit begründet, dass der Entwurf durch die hohe Realisierungsfähigkeit besteche und nahezu alle Ideen der Bürgerbeteiligung darin Eingang fänden.

Bahnhof der Zukunft

Die beste Idee für einen Bahnhof der Zukunft in Düsseldorf zeige das Team PLANORAMA Landschaftsarchitektur (Berlin, 2. Preis „Landesgartenschau Darmstadt 2022“), mit HOFFMANN – LEICHTER Ingenieurgesellschaft mbH (Berlin, „Verkehrskonzept für den Lieferverkehr am ehemaligen Flughafengebäude Tempelhof“) und MONO Architekten Greubel & Schilp & Schmidt PartGmbB (Berlin). Dieser ebenfalls erstplatzierte Entwurf nehme sich zurück, würdige das historische Bauwerk und stelle Einvernehmen mit dem Denkmalschutz her.

Der Siegerentwurf, der mit der besten Idee für einen Bahnhof der Zukunft überzeugte, ist der von PLANORAMA Landschaftsarchitektur mit HOFFMANN – LEICHTER Ingenieurgesellschaft mbH und MONO Architekten Greubel & Schilp & Schmidt PartGmbB (alle Berlin). (Bild: PLANORAMA Landschaftsarchitektur (Berlin) mit HOFFMANN – LEICHTER Ingenieurgesellschaft mbH (Berlin) und MONO Architekten Greubel & Schilp & Schmidt PartGmbB (Berlin).

Bundesweit bedeutend

Düsseldorfs Planungsdezernentin Cornelia Zuschke erklärt, dass die Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes und die Revitalisierung des Bahnhofsumfeldes mit weiteren Bauprojekten zu den wichtigsten Vorhaben der Landeshauptstadt Düsseldorf zähle und in der Vergangenheit mehrfach Thema von Planverfahren inklusive Bürgerbeteiligungen gewesen sei. Die Rahmenvereinbarung zwischen der Stadt Düsseldorf und der Deutschen Bahn AG bringe nun neue Dynamik in die Entwicklung. Mit der Ertüchtigungs- und Modernisierungsoption könne der Hauptbahnhof samt Vorplatz seine bundesweite Bedeutung stärken. Das Gesamtprojekt sei für die Deutsche Bahn AG, das Land Nordrhein-Westfalen und für die gesamte Düsseldorfer Öffentlichkeit von großem Interesse.

Nach eigenen Angaben wünscht sich die Stadt viele Anregungen: Dafür initialisierte die Landeshauptstadt eine Online-Plattform für die Öffentlichkeitsbeteiligung. Diese informiert über Veranstaltungen und Neuigkeiten und übermittelt über ein Kontaktformular Fragen an das Projektteam.

Die Öffentlichkeit ist beteiligt

Bereits im Vorfeld des Wettbewerbsverfahrens beteiligte die Stadt Düsseldorf intensiv die Öffentlichkeit, um die Bürger Düsseldorfs und der Region sowie Besucher in das Projekt einzubeziehen. Bei einer Informationsveranstaltung und einem öffentlichen Workshop konnten Interessierte Ideen einbringen und über die Neugestaltung des Bahnhofareals mitdiskutieren.

Auf Fragen wie „was kann man unter Bahnhof der Zukunft verstehen?“ und „was bedeuten der Bahnhof und sein Vorplatz für die Stadtgesellschaft?“ gaben Experten Antworten und Impulse und diskutierten mit dem Publikum. Neben den öffentlichen Veranstaltungen seien laut dem Amt für Kommunikation besondere Formate für junge Menschen, Gewerbetreibende und Eigentümer sowie für Passanten, Reisende und Pendler vorgesehen. Auch Kooperationsprojekte mit der Bahnhofsmission gehörten zum Konzept.

Welche Formen die Neugestaltung des Düsseldorfer Bahnhof-Areals annehmen und welche Neubauten entstehen, bleibt noch abzuwarten. Spannend ist das Projekt jetzt schon.

Rund drei Kilometer entfernt vom Düsseldorfer Hauptbahnhof liegt der Medienhafen. Dort vermarktet die FRANKONIA Eurobau Heimathafen GmbH das Neubau-Projekt Win Win – Wohnen im Medienhafen.

Das Neubau-Projekt „Win Win – Wohnen im Medienhafen“ der FRANKONIA Eurobau Heimathafen GmbH umfasst 48 gehobene Eigentumswohnungen in exklusiver Wasserlage (Bild: FRANKONIA Eurobau Heimathafen GmbH).

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Titelbild: © GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt (Kassel) mit Vössing Ingenieurgesellschaft mbH (Düsseldorf) und RKW Architektur + (Düsseldorf).