Steinzeit-Funde im Neubaugebiet

Im geplanten Neubaugebiet „Holzkamp-West“ in Korschenbroich gab es eine Überraschung der besonderen  Art: so stießen Bauarbeiter auf ärchaologische Funde aus der Jungsteinzeit.

Dunkle Verfärbungen in der Erde geben Archäologen Hinweise auf sehr frühe Besiedlung. Der vorgesehene Baustart ist dennoch nicht gefährdet. Aufgrund einiger Funde in der Umgebung des Neubaugebiets „Holzkamp-West“ ging der Korschenbroicher Planungsamtsleiter Dieter Hoffmans davon aus, hier ebenso Historisches im Erdreich zu finden.

Archäologen untersuchen seit ca. zwei Monaten das Erdreich. Nun sind sie fündig geworden und fanden Teile eines ungefähr 7000 Jahre alten Hauses.  Aus der Jungsteinzeit soll das Haus stammen und den ersten dort sesshaften Bauern gehört haben. Das Steinzeit-Haus ist ein Hinweis darauf, dass in diesem Gebiet schon seit sehr langer Zeit Menschen gelebt haben. Ein zusätzliches Zeichen dafür ist laut Archäologin Stefanie Grohmann-Troll der fruchtbare Lössboden, der Staub aus der letzten Eiszeit ist.

Dieser Fund ist nicht der einzige im Großraum Düsseldorf. Immer wieder sorgen spektakuäre Ausgrabungen im Rahmen von Neubauprojekten für Aufsehen in der Region. Zu Beginn des Jahres sind in Langenfeld bei Bauarbeiten Knochen und Keramikscherben aus der Eisenzeit gefunden worden.

Für die Experten aus Weilerswist ist diese Ausgrabung Teil eines großen Puzzles. Nun müssen Zusammenhänge zwischen den anderen Befunden in der Umgebung hergestellt werden. Der Bau der 50 geplanten Häuser werde aber nicht verzögert, heißt es von Seiten der Baugesellschaft. Drei bis vier Wochen benötigen die Archäologen voraussichtlich noch für ihre Arbeiten.

Die Funde auf dem Gelände stammen aus unterschiedlichen Zeiten wie der Bandkeramik, einer bäuerlichen Kultur aus der Jungsteinzeit, der vorrömischen Eiszeit sowie der römischen Epoche.

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